Die folgenden Jagdarten sind in der Schweiz
bzw. im Kanton Bern gebräuchlich:
Die Pirschjagd. Sie gilt als die
höchste und schwierigste Form der Jagdausübung. Der
Jäger versucht sich aufgrund seiner Erfahrung, seiner
Kenntnisse und durch die Deutung von Pirschzeichen
(Wildfährten ua.) an seine Beute heranzupirschen.
Die Ansitzjagd. Der Jäger sucht
sich einen geeigneten Ansitzplatz bei einem Wildeinstand und
wartet manchmal Stunden, nicht selten vergeblich - auf das
Erscheinen des Wildes.Die Hochjagd (Gämse, Steinbock,
Hirsch) oder auch die Wildsaujagd im September stützen sich
auf eine dieser beiden Jagdformen (Pirsch und Ansitz).
Die laute Jagd. Treiber versuchen
mit laut jagenden Hunden, d.h. Hunden, die beim Aufspüren von
Wild ein typisches Bellen ("Lauten") von sich geben, den
Jägern das Wild zuzutreiben. Die Jagdform für Reh- oder
Niederjagd. Hunde sollen das Wild keinesfalls hetzen sondern nur
"aufmachen". Gruppenjagd mit max. 5 Jägern während einer
beschränkten Zeit.
Die Treibjagd. Ähnlich wie die
laute Jagd aber in grossen Gesellschaften mit mehr Treibern,
Jägern und Hunden. Evt auch ohne Hunde, nur mit Treiberketten
in verschiedenen Formationen. Wird in den Patentkantonen (z.B.
Bern) nur noch ausnahmsweise ausgeübt, als sog. "Hubertus-
oder Vereinsjagd" auf Fuchs evt. Wildschwein nach Abschluss der
Niederjagd im November.
Die Baujagd. Sie bedient sich
spezieller "Bodenhunde", die Fuchs, Dachs oder Marder aus ihren
Bauten "sprengen".
Die Beizjagd mit gezähmten
Greifvögeln. Eine uralte und traditionsreiche Jagd, die heute
nur von sehr wenigen Jägern ausgeübt
wird.
|