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Jagd- und Wildschutzverein
 
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Jagdzeiten und Jagdziele
Die Jagdzeiten sind gesetzlich geregelt. Sie berücksichtigen vorallem die natürlichen Kreisläufe, d.h.gejagt wird z.B. nicht, wenn das Wild seinen Nachwuchs aufzieht. Für jedes Wild gelten spezifische Jagdzeiten und -vorschriften. Über die Zahl der zur Erlegung freigegebenen Tiere entscheiden nicht die Jäger, sondern Kommissionen, die sich aus Vertretern der Land- und Forstwirtschaft, des Naturschutzes und der Jagd zusammensetzen. Sie bestimmen aufgrund der alljährlich erhobenen Wildbestände das Jagdziel.
Die Jagd unterliegt deshalb dem Einfluss verschiedener Interessengruppen. Forst- und Landwirtschaft etwa befürworten eher den zusätzlichen Abschuss von Schalenwild (Hirsch, Reh, Gämse), weil sie die Schäden an Forst- und Agrarkulturen geltend machen. Der Naturschutz und vorallem die Jäger selber sind eher zurückhaltend bei den Abschussforderungen.
Generell gilt der Grundsatz einer nachhaltigen Hegejagd, d.h. einer Jagd auf der Basis gesicherter und gesunder Wildbestände. Abgeschöpft wird dabei alljährlich nur ein Teil der natürlichen Vermehrung (Reproduktionsrate).
Zusammen mit den Fallwildverlusten - z.B. durch Mähtod oder Verkehrsopfer usw. - bleiben die Wildbestände so auf ungefähr gleichbleibender Höhe. Grössere Schwankungen in den Beständen ergeben sich z.B. bei harten Wintern, Seuchen oder unter der Einwirkung von Beutegreifern (Luchs, Wolf). Die Jagdplanung wird an solche Verluste alljährlich angepasst.
 
Bei der Festlegung des Jagdzieles ist der gleichmässige Eingriff in alle Alterstufen und Geschlechter von grosser Bedeutung. Die natürlichen Geschlechter- und Altersverhältnisse müssen möglichst gewahrt bleiben. Ein Blick auf die sogenannte Alterspyramide zeigt die Bestandesanteile von Alt- und Jungtieren getrennt nach Geschlechtern. Nur ein ausgewogenes Verhältnis garantiert einen gesunden Wildbestand
und wird deshalb bei der Jagdplanung berücksichtigt.
Der gezielte und wildbiologisch vertretbare jagdliche Eingriff erfolgt zum überwiegenden Teil in der Jugendklasse, d.h. bei jenen Tieren, die in grösserer Zahl vorhanden sind, die aber gleichzeitig durch natürliche Abgänge ohnehin die grössten Verluste erleiden. So "nimmt" die Jagd oft im Herbst nur das, was der folgende Winter ohnehin nehmen würde.