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| Jagdzeiten und Jagdziele |
- Die Jagdzeiten sind gesetzlich geregelt. Sie
berücksichtigen vorallem die natürlichen Kreisläufe, d.h.gejagt
wird z.B. nicht, wenn das Wild seinen Nachwuchs aufzieht. Für jedes Wild
gelten spezifische Jagdzeiten und -vorschriften. Über die Zahl der zur
Erlegung freigegebenen Tiere entscheiden nicht die Jäger, sondern Kommissionen,
die sich aus Vertretern der Land- und Forstwirtschaft, des Naturschutzes und
der Jagd zusammensetzen. Sie bestimmen aufgrund der alljährlich erhobenen
Wildbestände das Jagdziel.
- Die Jagd unterliegt deshalb dem Einfluss verschiedener
Interessengruppen. Forst- und Landwirtschaft etwa befürworten eher den
zusätzlichen Abschuss von Schalenwild (Hirsch, Reh, Gämse), weil
sie die Schäden an Forst- und Agrarkulturen geltend machen. Der Naturschutz
und vorallem die Jäger selber sind eher zurückhaltend bei den Abschussforderungen.
- Generell gilt der Grundsatz einer nachhaltigen
Hegejagd, d.h. einer Jagd auf der Basis gesicherter und gesunder Wildbestände.
Abgeschöpft wird dabei alljährlich nur ein Teil der natürlichen
Vermehrung (Reproduktionsrate).
- Zusammen mit den Fallwildverlusten - z.B. durch
Mähtod oder Verkehrsopfer usw. - bleiben die Wildbestände so auf ungefähr
gleichbleibender Höhe. Grössere Schwankungen in den Beständen
ergeben sich z.B. bei harten Wintern, Seuchen oder unter der Einwirkung von
Beutegreifern (Luchs, Wolf). Die Jagdplanung wird an solche Verluste alljährlich
angepasst.
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- Bei der Festlegung des Jagdzieles ist der gleichmässige
Eingriff in alle Alterstufen und Geschlechter von grosser Bedeutung. Die natürlichen
Geschlechter- und Altersverhältnisse müssen möglichst gewahrt
bleiben. Ein Blick auf die sogenannte Alterspyramide zeigt die Bestandesanteile
von Alt- und Jungtieren getrennt nach Geschlechtern. Nur ein ausgewogenes
Verhältnis garantiert einen gesunden Wildbestand
- und wird deshalb bei der Jagdplanung berücksichtigt.
- Der gezielte und wildbiologisch vertretbare
jagdliche Eingriff erfolgt zum überwiegenden Teil in der Jugendklasse,
d.h. bei jenen Tieren, die in grösserer Zahl vorhanden sind, die aber
gleichzeitig durch natürliche Abgänge ohnehin die grössten
Verluste erleiden. So "nimmt" die Jagd oft im Herbst nur das, was der folgende
Winter ohnehin nehmen würde.
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