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Jagd- und Wildschutzverein
 
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Jagdhornbläser Hubertus Bern

Unser Übungsprogramm für das Jahr 2012

Seit anfangs 2010 formiert sich eine kleine Gruppe Bläserinnen und Bläser und probt regelmässig die “Kunst“ des Jagdhornblasens.

Zurzeit spielen mit:

1. Stimme Fürst-Pless Horn

  • Corinne Leu, Lorenz Hess, René Kaiser, Gerhard Amacher, abwechslungsweise auch Martin Ischi und Andres Lobsiger

2. Stimme Fürst-Pless Horn

  • Walter Tschanz, Jörg Weibel, abwechslungsweise auch Martin Ischi und Andres Lobsiger

1. Stimme Parforcehorn

  • Martin Ischi, Andres Lobsiger

Parforcehorn Es

  • Martin Ischi und Andres Lobsiger

 

 

Allgemeine Informationen zum Jagdhornblasen

 
Signale sind einfache Verständigungszeichen auf Distanz. Dies gilt für Tonsignale wie sie noch heute in der Jagd verwendet werden, wie für Signale im Militär- und Postdienst vergangener Zeit. Als Signalinstrumente dienen vorwiegend Hörner, Posaunen, Trompeten, Trommeln und Glocken. Die Geschichte des Jagd-, Natur- und Waldhorns in Europa zeigt, dass die Jagd unabtrennbar zu unserer Kulturgeschichte gehört und bestimmenden Einfluss auf Musik, Literatur und bildende Kunst ausübte. Die Geschichte des Jagd- und Naturhorns ist eine Geschichte steigender musikalischer Anforderungen, vom einfachen Jagdsignal bis zum virtuosen Hornkonzert.

Auf der Jagd und beim jagdlichen Musizieren verwendeten Hörner können wir in zwei Hauptgruppen einteilen:

  • Jägerhörner: Aus Muscheln, Rinderhorn oder aus Messing gearbeitet, werden solche Jägerhörner ohne zusätzliche Verbesserungen seit dem 17. Jhdt. als Kommunikationsmittel während der Jagd geblasen (z.B. die Muschel, der Jägerzink, das Rüdenhorn und das Mittelhorn).

  • Jagdhörner: Entwickelt ab dem ausgehenden 17. Jhdt. mit grösserem Tonumfang und mit zusätzlichen Verbesserungen. Damit eignen sich die Jagdhörner, neben der Kommunikation auf der Jagd, auch zum eigentlichen Musizieren. Dazu zählen der Halbmond und das ein- bis mehrwindige Jagdhorn (z.B. der Sauerländer Halbmond, die französischen Trompes de Chasse, die deutschen Parforcehörner in B/Es, sowie das Fürst-Pless-Horn).

Erst im Mittelalter tauchen in der Literatur genauere Hinweise über Hornsignale als akustische Verständigungszeichen der Jäger auf. Später hat sich dann aus den Signalen eine eigentliche "Jagdmusik" entwickelt, von einfachen Fanfaren und Liedern, bis zu virtuosen Vortragsstücken. In unserer Zeit können sich die Jagdhornbläser auf eine umfangreiche musikalische Literatur stützen.
Die meisten kantonalen Jagd- und Wildschutz- Vereine fördern auf die eine oder andere Weise ihre Jagdhorn-Bläsergruppen und führen jährlich für Anfänger und Fortgeschrittene Kurse durch. Viele Bläser sind jedoch keiner der schätzungsweise 150 Jagdhorn-Bläsergruppen angeschlossen, welche im Schnitt etwa 12 Aktivmitglieder haben. Es kann bei den Herbstjagden ohne weiteres vorkommen, dass 4 - 8 Jäger spontan ihr Fürst-Pless-Horn hervornehmen und die Signale "Begrüssung" und "Aufgang zur Jagd" ertönen lassen.
Das Jagdhorn ist heute genau so wenig als Instrument der Jagdmusik wegzudenken als auch als Instrument der Öffentlichkeitsarbeit der Jägerschaft. Zudem hat es seinen festen Platz als Instrument der Kommunikation behaupten können. Die Jäger, mit ihrem ausgeprägten Sinn für Tradition und für Wahrung ethischer Sitten und Bräuche der Jagd, werden immer dazu neigen, das altbewährte Jagdhorn zu gebrauchen und das Zeremoniell bei der Jagd zu pflegen.
(Quelle: Werner Flachs: "Das Jagdhorn, seine Geschichte von der Steinzeit bis zur Gegenwart"
Verlag Kalt-Zehnder, Zug ISBN 3-85761-254-1)